7. Wasserstoffmotor-Konferenz

RÜCKBLICK 2026

Das Programm


Die Sprecher und die Themen

Prof. Dr.-Ing. Jörg Sauer, KIT
„Die Entwicklung der Raffinerielandschaft und der damit einhergehende Übergang zu ReFuels und regenerativen Kohlenwasserstoffen als Chemierohstoffe sind von herausragender Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland und seine Energieversorgung.“

Peter Metzinger, Mr. Campaigning AG
„Das EU-Verbrennerverbot ist nicht nur das Ergebnis technischer Abwägungen, sondern auch einer über Jahre strategisch finanzierten Kampagne, der Industrie und Befürworter der Technologieoffenheit kommunikativ nichts Gleichwertiges entgegensetzten – und so blieben zentrale Fragen des Energiesystems wie Bestandsflotte, Speicherung und Importabhängigkeit weitgehend unbeantwortet.“

Dr. Andreas Kufferath, Robert Bosch GmbH
„Vielfalt in Antrieb und Energieträgern ist keine Übergangslösung, sondern eine ökonomische, ökologische und technische Notwendigkeit. H2 und ReFuels gehören dazu.“

Miriam Theis, Air Product GmbH
„Wo liegt bei der Wasserstoffinfrastruktur der Hase im Pfeffer? Nicht in der Wasserstofftechnologie selbst, sondern im Zusammenspiel von grünen H2-Mengen, Versorgungswegen, fehlenden Standards und operativen Details, die aus guten Ideen eine funktionierende Wasserstoffwirtschaft machen.“

Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, i.R.
„Durch umweltverträgliche Förderung von heimischem Schiefergas könnte Deutschland 25 % seines derzeitigen Gasverbrauchs decken – auf Jahrzehnte hinaus.“

Dr. David Bothe, Frontier Economics Ltd.
„Energieinfrastruktur ist ein oft unterschätzter Schlüsselfaktor dafür, welche Antriebe und Kraftstoffe sich durchsetzen.“

Dr. Viktor Slednev, IIP KIT
„Es gibt keinen einzigen kostenoptimalen Weg zu einem resilienten Netto-Null-Energiesystem – unterschiedliche Kombinationen aus Elektrifizierung, Wasserstoff, PtX, Speichern, Infrastruktur und Importen können zu ähnlichen Systemkosten führen. Sie unterscheiden sich jedoch erheblich hinsichtlich ihrer Robustheit, ihrer regionalen Auswirkungen und ihrer Anfälligkeit gegenüber Versorgungsrisiken. Daher muss die zukünftige Energieplanung lokale Technologieentscheidungen ausdrücklich mit regionalen Netzen, globalen Lieferketten und bestehenden Unsicherheiten verknüpfen.“

Heinrich Nachtsheim, VCI
„Die Transformation der chemischen Industrie erfordert bis 2045 erhebliche Mengen an grünem Strom, Wasserstoff und CO₂-Kreislauflösungen. Damit das gelingt, müssen dringend geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden – dies umfasst wettbewerbsfähige Stromgesamtkosten, einen praxistauglichen Regulierungsrahmen für Wasserstoff sowie langfristige regulatorische Planungssicherheit.“

Michael Benz, Tata Motors
„Elektronen und Moleküle werden Hand in Hand gehen, um die nachhaltigen Mobilitätslösungen der Zukunft zu ermöglichen.“

Prof. Dr. Xinyan Wang, Brunel University
„Es ist eine herausfordernde und unsichere Zeit. Wir müssen als Motoren-Community zusammenstehen, um nicht nur die technischen Herausforderungen zu bewältigen, sondern auch unsere technische bzw. akademische Komfortzone zu verlassen, um mit der Öffentlichkeit und politischen Entscheidungsträgern ins Gespräch zu kommen und für eine Zukunft für uns und unsere Gesellschaft einzutreten.“

Prof. Dr. Joonsik Hwang, KAIST
„Wasserstoff ist für Südkorea eine zentrale Strategie, um die Dekarbonisierung des Verkehrs und die Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Er ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit.“

Jack Bloem, TNO
„In den Niederlanden ist Wasserstoff langsam auf dem Weg, seinen Platz einzunehmen. Ich empfehle Europa, das niederländische ERE-Ticketing-System zu prüfen und wiederzuverwenden, um die Preise für H₂ zu senken.“

Dr.-Ing. Dirk Michael Scholl, UNITY e.V.
„Für die Zukunft braucht es Moleküle und Elektronen, damit Defossilisierung gelingen kann – E-Fuels sind dabei einer der vielversprechenden Bausteine, da sowohl Antriebssysteme im Bestand wie auch neue, effiziente Antriebe damit einfach betrieben werden können und die Infrastruktur dafür bereits vorhanden ist.“

Benjamin Krieger, CLEPA
„Der Wasserstoffmotor ist im EU-Recht nicht ausgeschlossen. Aber technische Anerkennung allein schafft noch keinen Markt. Jetzt müssen Fahrzeugregulierung, Kraftstoffpolitik, Infrastruktur und Investitionsbedingungen zusammengeführt werden. Bei erneuerbaren Kraftstoffen ist die Debatte noch offen.“

Stefan Löser, MAN Truck & Bus
„Die Dekarbonisierung beginnt mit der Anwendung: Dual Fuel verbindet heutige Kundenanforderungen mit den Kraftstoffen und Infrastrukturen von morgen.“

Dr. Malki Maliha, Formula Future e.V.
„Junge Menschen lassen sich immer noch für verschiedene Energieträger begeistern – und Sie, als Unternehmensvertreter, haben die Möglichkeit, diese Ausbildung aktiv mitzugestalten!“